Hamburger SV schreibt erneut rote Zahlen

HSV
Foto: Marco Fieber / Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Beim Hamburger SV läuft es diese Saison alles andere als rund. Die Rothosen stecken (mal wieder) tief im Tabellenkeller fest. Auch finanziell stehen die Hanseaten nicht unbedingt auf sicheren Füßen. Mehr als 13 Millionen Euro Miese haben die Hamburger in der Saison 2016/17 gemacht. Klub-Boss Heribert Bruchhagen bezeichnet die Situation dennoch als „solide“.

Der Hamburger SV hat diese Woche seine vorläufigen Geschäftszahlen für die vergangene Saison 2016/17 veröffentlicht. Mit 13,4 Millionen Euro hat der HSV ordentlich Miese gemacht. Zum Vergleich, in der Saison 2015/16 war es lediglich 0,2 Millionen Euro Verlust. Der HSV schreibt damit zum siebten Mal in Folge keine schwarzen Zahlen

Die Verbindlichkeiten in Höhe von 105 Millionen Euro sind so hoch wie noch nie in der Vereinsgeschichte. Der größte Gläubiger des Vereins ist Investor Klaus-Michael Kühne. Dessen Kredite müssen jedoch nur im Erfolgsfall zurückgezahlt werden. Die Umsatzerlöse sanken von 123 Millionen Euro auf 122,1 Millionen Euro.

Heribert Bruchhagen: Der HSV ist finanziell solide aufgestellt

Während die Fans bei diesen Zahlen sicherlich alles andere als erfreut sind, sieht Klub-Boss Heribert Bruchhagen die Gesamtsituation deutlich entspannter. Der Vorstandsvorsitzende äußerte sich wie folgt zu der aktuelle Situation in Hamburg: „Ich betrachte diesen Verein, was die Wirtschaftlichkeit angeht, in einer Phase, die nicht wünschenswert ist. Aber das Gesamtgebilde Hamburger SV ist nach wie vor äußerst stabil.“ Zudem betonte dieser, dass die finanzielle Schräglage keinen Einfluss auf die Lizensierung des Vereins nehmen wird: „Ich bin mir ganz sicher, dass wir keine Probleme bei der Lizenzierung bekommen.“

Dennoch räumte auch Bruchhagen Fehler in der Vergangenheit ein: „Wir haben in der Vergangenheit nicht das richtige Maß gefunden, zwischen dem, was wir investieren und dem, was sich auf dem Rasen abspielt.“

Es wird spannend zu sehen wie sich der HSV (finanziell) zukünftig aufstellt. Fakt ist, auf Dauer wird man so nicht „überleben“ können.

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